Herzlich willkommen.

Wir freuen uns, Sie als Besucher auf den Seiten von Petersen Bestattungen begrüßen zu dürfen.
Lassen Sie sich durch die nächsten Seiten führen und machen Sie sich selbst ein Bild über unser Bestattungshaus.

Sie sind bei uns richtig, wenn Sie in Ihrer Trauer um den Verlust eines Menschen Unterstützung benötigen, die Organisation der Beerdigung in kompetente Hände geben wollen, persönliche Beratung brauchen oder für sich selbst eine individuelle Vorsorge treffen möchten.

Wir sehen unsere Aufgabe als Bestatter und Trauerberater darin, den Verstorbenen ein respektvolles letztes Geleit zu geben. Dabei berücksichtigen wir die jeweiligen individuellen Vorstellungen und Wünsche der Verstorbenen und Hinterbliebenen.

Individuelle Bestattungen sind uns wichtig. Denn jeder sollte seinen Abschied von dieser Welt so persönlich begehen, wie es seinem Charakter im Leben entspricht.

Ihre Fragen beantworten wir gerne in einem persönlichen Gespräch – bitte nehmen Sie Kontakt mit uns auf!

Ihr R. Stolte und Mitarbeiter

Neuigkeiten

10.10.2016

Wenn Erbe Erben sucht

Bild: Von Berthold Werner – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid-21720656

3.1 Billionen Euro sind Schätzungen zufolge bis 2024 in Deutschland zu vererben. Doch nicht immer ist ein Erbe zu finden..... so ein Artikel der WR am Samstag, dem 20.September 2016.

Das ist einmal eine interessante Perspektive des Themas "Erben", wird doch oft nur davongesprochen. dass kein Erbe, nicht aber keine Erben vorhanden sind.

Was unternimmt also der Staat oder das Land, um rechtsstaatlich zu bleiben, wenn offensichtlich keine Angehörigen oder bestellte Erben vorhanden sind? Nachlasspfleger werden von den Gerichten dazu bestellt. herrenloses Vermögen an die richtigen Adressaten zu überführen. Der Nachlasspfleger übernimmt anstelle der Erben die Kontrolle und Sicherung des Erbes und die daraus resultierenden Pflichten. Die Aufgabenbereiche der Pfleger sind vielfältig und reichen von der Organisation der Beerdigung über die Haushaltsauflösung bis hin zur Rechnungslegung gegenüber dem Nachlassgericht Die Tätigkeit endet immer mit der vollständigen Abwicklung des Nachlasses oder mit dem Auffinden von tatsächlichen Erben.

In besonders kniffligen Fällen können die Nachlasspfleger ihre Fälle an Erbenermittler weitergeben. Diese beschäftigen sich in Deutschland seit mehr als200 Jahren und seit 2010 in einem Verband organisiert mit der Suche nach Erben und mit der lückenlosen urkundlichen Dokumentation der Verwandtschaftsverhältnisse. Manche Fälle sind so verzwickt, dass einen der sportliche Ehrgeiz packt, herauszufinden, wo die Gesuchten Spuren hinterlassen haben....."Es ist eine mühevolle Kleinarbeit!", so ein Erbenermittler aus Münster.

Werden die Nachlasspfleger oder Ermittler nicht fündig, geht nach einer Karenzzeit von 30 Jahren das Erbe an das Land.

Was wird in Deutschland vererbt?
In 2015 hinterließen die Verstorbenen in 72 % der Erbschaftsfälle Kapital. Vererbt werden in Deutschland vor allem Immobilien und Grundstücke, gefolgt von Möbeln und Schmuck. Der Anteil von zu erbenden Schulden liegt bei nur ca. 4 %.

Weitere Informationen gibt es unter: www.vdee-ev.de – Verband Deutscher Erbenermittler

Quelle: WR Nr. 212 / RRG JJ

02.09.2016

Friedhof heute – Realität oder Vision?

Foto: Zwierys at the lituanian language Wikipedia IGFDL

Initiativen gibt es viele. Für alle nur denkbaren Themen: Verbraucherinitiativen, Betroffeneninitiativen. Studenteninitiativen. Meistens sind es betroffene Gruppen und Interessengemeinschaften, die diese ins Leben rufen und mehr oder weniger aktiv betreiben.

Friedhof Heute ist ebenso eine Initiative, aber eine besondere. Denn sie spricht nicht nur eine gewisse Gruppe Gleichgesinnter an. sondern uns alle. Das Leben und die Vergänglichkeit und somit der Tod machen uns quasi alle zu aktiven Mitgliedern.

Der Friedhof ist aus unserem Leben nicht wegzudenken. jedes Kind kennt ihn. Er gehört zu unserem selbstverständlichen Stadtbild wie eine Kirche, ein Rathaus oder eine Schule. Fast jeder von uns hat ihn schon einmal besucht. Seit Jahrhunderten zeugt unsere Kultur davon. dass die Toten einen ehrenvollen und beständigen Platz in unserer lebendigen Mitte einnehmen. Gestern, heute und sicher auch noch morgen.

Der Friedhof erzählt täglich Geschichten kultureller Art - wie wurde vor 100 Jahren bestattet, welche Ehrenbürger gab es in der Stadt, wie pompös waren Grabsteine früher und welche Bestattungsart und Grabgestaltung ist heute zeitgemäß? Der Friedhof erzählt persönliche Geschichten von trauernden. Von hoffnungslosen und hoffnungsvollen Menschen, von täglichen und gelegentlichen Besuchern. von Ruhesuchenden und von Aktiven, die durch die grüne Oase joggen. Bestatter. Pfarrer. Verwaltungsangestellte, Steinmetze. Floristen und Friedhofsgärtner finden hier ihre berufliche Perspektive - das alltägliche Leben findet auch auf dem Friedhof statt. Viele interessante, praktische, alltägliche und skurrile Dinge rund um das Thema Friedhof erfahren Sie unter: www.friedhof-heute.de

Friedhof Heute - Gehört zum Leben!

13.07.2016

Niemandem zur Last fallen – oder: Das Gegenteil von gut ist gut gemeint.

Vielleicht kennen auch Sie ihn. Diesen wundervollen, wenn auch manchmal etwas harschen Großvater, der immer so unerschütterlich im Sturm der Ereignisse stand. Als dann schließlich doch die Zeit ihre unnachgiebigen Spuren zu hinterlassen begann, da überdeckte er jedes Abbröckeln des Putzes mit einem mitreißenden Lächeln – und konnte er dieses einmal nicht halten, so wurde er für eine Weile unsichtbar.

Jede Hilfe war überflüssig, es würde schon gehen und er wolle ja sowieso niemandem zur Last fallen. Auch später nicht. Deshalb war hier der Wunsch nach einer anonymen Bestattung. Einfach einen sauberen Schlussstrich ziehen, ohne dass sich die Kinder und Enkel um viel kümmern müssen. Alles andere kostet ja sowieso nur unnütz Geld und wer hat denn schon etwas davon?

Niemandem zur Last fallen – ein gut gemeinter und doch schrecklicher Gedanke.

Da ist die Tochter, die helfen will – etwas zurückgeben –, und sie darf nicht. Da ist dieses versteinerte Lächeln, das Mut machen will, aber das gleichzeitig eine liebevolle Umarmung unmöglich macht. Und da ist diese einsame Rasenfläche, zu weit, um an einer Stelle davor stehen zu bleiben und an alte Zeiten zu denken. Irgendwo hier ist die Erinnerung vergraben – aber wo?

Entscheidungen mit dem Kopf zu treffen, mag im ersten Moment richtig erscheinen – doch oft ist es das Herz, welches die Konsequenzen zu tragen hat. Wenn sich etwas im Nachhinein nicht richtig anfühlt, so verursacht das Schmerzen. Dauerhaft. Und so manch einer würde womöglich den komplizierten Weg nehmen wollen, damit es das Herz einfacher hat. Vielleicht auch gerade jener Mensch. der hinter unsere Maske blickt. Für den es eine Last ist, nichts tun zu können.

Deswegen ist es so wichtig, dass wir miteinander reden – und dann erst Entscheidungen helfen.

19.04.2016

Leichenschau in Deutschland – ein interessanter Fall.

Westfälische Rundschau, Samstag, 06.Februar 2016: "Leichenschau bereitet große Probleme. Pfusch bei der Begutachtung von Toten kommt häufig vor. Kripo-Beamte fordern einen Profi Leichenbeschauer. Gerichtsmediziner für bessere Ausbildung."

So der Titel des großen Berichts "Thema des Tages" der Tageszeitung WR.

In Brandenburg hatte eine Notärztin den Leichnam eines 51 Jährigen untersucht und eine natürliche Todesursache bescheinigt. Übersehen hatte die Ärztin drei Stichwunden. Vermutlich waren sie dem Bestatter bei der hygienischen Versorgung des Verstorbenen aufgefallen.

Eine unangenehme Überraschung, die den Bestatter erstaunte und die Hinterbliebenen - so sie denn ahnungslos waren - sicher schockierte. Die Beisetzung erfolgte nicht wie geplant, die Kripo musste eingeschaltet werden, der Leichnam wurde beschlagnahmt, die Trauernden mussten schlicht warten - oder bangen.

von H.p.frei (Eigenes Werk) [CC BY-SA 4.0 (httpcreativecommons.orglicensesby-sa4.0)], via Wikimedia Commons-Piktogramm_Arzt.svg

Das deutsche Bestattungsgesetz schreibt Hausärzten, Ärzten in Kliniken und eingeschränkt auch Notärzten eine genaue Vorgehensweise der Leichenschau vor. So ist die Leichenschau zum einen unverzüglich festzustellen und zum anderen muss der Verstorbene dabei entkleidet sein. Nur so ist eine umfassende Beschauung überhaupt machbar. Die Kürze der Zeit und in vielen Fällen auch ein Schamgefühl hindern Ärzte in der Realität aber oft genau daran – eine Leichenbeschauung findet oberflächlich statt, evtl. unnatürliche Todesursachen werden übersehen.

Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin (DGRM) schätzt die Fehlerquote bei der Leichenschau auf über 40 % und fordert eine besondere Qualifizierung und die kontinuierliche Weiterbildung der Ärzte. Denn die Todesbescheinigung dient nicht nur der Feststellung des Todes, sie darf auch für die Todesursachenstatistik, für Zwecke eines epidemiologischen Krebsregisters sowie für die Durchführung von wissenschaftlich- medizinischen Forschungsvorhaben von öffentlichen Einrichtungen mit der Aufgabe unabhängiger wissenschaftlicher Forschung verwendet werden. Sie ist also von öffentlichem Interesse.

Vielleicht erschließt sich hier aus der Debatte ja ein ganz neues Berufsbild für Ärzte und Pathologen - professioneller Leichenbeschauer.

Quellen: WR Tagesthema 06.02.2016, deutsches Bestattungsgesetz §22 f.

01.03.2016

DESIGN – bis zum Schluss

Eine Urne ist lange nicht mehr nur eine Urne. Es gibt sie in vielfältigen Materialien, in allen denkbaren Farben, mit und ohne klassische Ewigkeits-Motive und auch mit dem "Goldrand". Die HSV-URNE und die COLANI-URNE sind prominente Vertreter der Urnenkollektionen der letzten Jahre. Manch eine Urne steht sogar als Ausstellungsstück in einem Museum. Die Anzahl der Kremierung pro Jahr und somit die Bestattung in einer Urne, hat die klassische Erdbestattung nicht nur in urbanen Regionen fast überholt, sie ist einfach eine moderne Bestattungsart, die viele Möglichkeiten offen hält.

Bild: Wikimedia - Takeaway - CC by SA 4.0

"Brauchbares Alltagsdesign entwickeln" ist eines der Zauberwörter der Industriedesigner. Einem notwendigen Gebrauchsgegenstand mit geringer Attraktivität – wer schmückt sich schon gerne mit einer Urne – ein zeitgemäßes, innovatives und trotzdem passendes Outfit zu verpassen, ist eine spannende Aufgabe.

Für das jüngste Beispiel einer sehr individuellen Urne, hat die klassische gusseiserne, achteckige MOKKA-KANNE von Alfonso Bialetti (*1888 - † 1970) Pate gestanden. Sein Sohn Renato Bialetti, Chef des italienischen Kaffeemaschinenimperiums, verstarb Mitte Februar diesen Jahres. Seine Asche wurde in einer Urne beigesetzt, die in Form und Farbe genau dieser berühmten Kaffeekanne entspricht. DESIGN gibt es eben doch für jeden Anlass.

05.02.2016

Organspende

Der Hirntod ist aus medizinischer und rechtlicher Sicht dem Tod des Menschen gleichgesetzt. Also sind wir tot, wenn es unser Gehirn ist. Oder doch erst, wenn unser Herz nicht mehr schlägt?

Organspende ist spätestens seit 1968 ein immer aktuelles Thema. Damals definierten Wissenschaftler den bislang gültigen Zeitpunkt des anerkannten Todes neu. Seither wird der Tod auch dadurch definiert, dass eines unserer Zentralorgane außer Funktion ist – unser Gehirn. Der Hirntod ist gleichgesetzt mit den bislang geltenden Todesanzeichen wie Herzstillstand und Organversagen. Seit 1997 ist diese Definition auch per Transplantationsgesetz juristisch festgelegt.

Wie funktioniert eigentlich die Feststellung des Hirntodes?

Der Hirntod tritt ein, wenn die Gesamtfunktion des Gehirns – Großhirn, Kleinhirn und Hirnstamm – unwiederbringlich erloschen ist. Dies wird mit Hilfe unterschiedlicher Methoden ermittelt. Ein EEG zeichnet die Hirntätigkeit auf, Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und fehlende Reflexe sowie Lichtstarre und Reaktionslosigkeit bei Schmerzfunktionstests geben Aufschluss über den Zustand des Patienten. Alle Tests müssen bei Erwachsenen nach mindestens 12 Stunden von einem anderen Arzt wiederholt werden. Erst im Falle einer absoluten Übereinstimmung und Feststellung des Hirntodes gemäß den Regeln zur Feststellung des Todes" wird der Hirntod und somit die Voraussetzung für eine Organspende erklärt.

Bild: Wikimedia - Rostocker - CC by 3.0

Wie wird man Organspender?

Jeder, der sich mit diesem Thema beschäftigt, hat die Möglichkeit, sich formlos einen Organspende Ausweis auszustellen, z.B. ist dies unter www.organspende-info.de möglich. Der Ausweis muss nicht rechtlich oder medizinisch bestätigt werden und wird auch nicht registriert. Somit hat es jeder Mensch zu Lebzeiten selbst in der Hand, bewusst Spender zu sein. Wird der Ausweis vernichtet, erlischt auch die Wirksamkeit. Gibt es diesen Ausweis nicht, werden im Fall eines Hirntodes die nächsten Angehörigen zu diesem Thema befragt. Eine schwere und schnell zu treffende Entscheidung für die Hinterbliebenen.

Organspende ist zwischen den Naturwissenschaftlern und den Ethik-Kommissionen ein schwer umstrittenes Thema. Pro und Contra sind nicht eindeutig und verlässlich. Gerade deswegen sollte sich jeder ein persönliches Bild davon machen, mit seinen Angehörigen diskutieren und selbst entscheiden.

Informationen zu dem Thema finden Sie unter:

www.bmg.de
www.bundesaerztekammer.de
www.organspende-info.de

15.01.2016

"Das Leben ist schön! Auch wenn es vergeht."

So ein neuer Songtitel der Sängerin Sarah Connor. Jüngst gesungen in memoriam für die Menschen, die in 2015 verstorben sind. Vor allem für die bekannten Menschen des öffentlichen Lebens, wie Helmut Schmidt, Hellmuth Karasek, Elisabeth Wiedemann, Henning Mankell, Omar Sharif und viele mehr.

All diese prominenten Menschen sind ihren letzten Weg gegangen. Sind versorgt und verabschiedet worden. Bestatter haben auch hier, wie in so vielen nicht prominenten Fällen, ihren Dienst getan. Sicher sehr genau, sehr bemüht und mit großer Empathie. Manchmal auch mit vorgegebenem Drehbuch. Denn Bestatter sind so, zumindest die guten. Bestatter wissen, was der letzte Weg für den Verstorbenen und vor allem für die Hinterbliebenen bedeutet.

Erinnerung!

Erinnerung für die Zukunft. Für die, die noch ein Stück weitergehen, manchmal ohne Begleitung.

Denn besonders für diese Menschen ist der Satz "Das Leben ist schön!" eine wirklich wichtige Botschaft!

Wir wünschen einen guten Auftakt ins Jahr 2016.

02.11.2015

Was ist ein Friedhof?

Ein Ort der letzten Ruhe, ein Ort der Stille, ein Ort für die Toten?

Oder ein lebendiger Ort der Begegnung, eine gepflegte Parkanlage für den Spaziergang, ein Museum, ein Arbeitsplatz für Gärtner, eine Joggingstrecke oder eine Oase in der Großstadt!

Viele andere Titel könnte man sich noch für "den Friedhof" einfallen lassen – allen gemein ist aber, dass er weit mehr ist als nur ein Ort für unsere Verstorbenen. Der Friedhof ist Treffpunkt für die Lebenden und, obwohl geschaffen für viele, für jeden Einzelnen ein ganz persönlicher Ort.

Seit Jahren bewirbt die Gesellschaft für Dauergrabpflege die Friedhöfe mit der Kampagne "Es lebe der Friedhof" und trifft hiermit genau den Kern der Sache. Die Vision der Initiatoren: den Friedhof wieder mitten ins Leben, in unsere Kultur und unsere Gesellschaft zu integrieren. Der Friedhof, ein kreativer und inspirierender Ort.

Friedhöfe verlangen keinen Eintritt für den Sonntagsspaziergang im gepflegten Grün, sie erzählen Stadtgeschichte, sind Tummelplatz für engagierte Kleingärtner, Trendspiegel für neue Blumengebinde und Gestecke und oft Ideengeber für die nächste Bepflanzung des eigenen Gartens.

Kommen Sie doch mal vorbei!

02.10.2015

Von Heiligen, Reformern und Rübengeistern

Sie alle drängen sich zwischen den Monaten Oktober und November eng an eng, und dies schon seit dem achten Jahrhundert: die katholischen Heiligen, die evangelischen Reformer und die heidnischen Geister.

Turbulent geht es am 31. Oktober zu. Fast im gleichen Alter wie das katholische Allerheiligen ist Halloween – oder eigentlich "All Hallow´s Eve": ein ursprünglich heidnisches und von irischen Katholiken übernommenes Fest zur Vertreibung der Geister und zum Schutz gegen Tod und Verderb. Ein heute in allen Varianten verdrehtes Fest, das mit seinen Ursprüngen rein gar nichts mehr zu tun hat. Selbst die einstige Rübe ist zum Kürbis geworden.

"Unbeirrbare Geister" und vor allem altertümliche und unbelehrbare Handlungsweisen der Kirche wollte auch Luther vertreiben, als er an der Schlosskirche zu Wittenberg seine 95 Thesen aufhängte. 1517 war dies und es bescherte später dem evangelischen Christentum einen hohen Gedenktag: den Reformationstag, ebenfalls am 31.10., dem Tag vor Allerheiligen.

Bild: Wikimedia - Sandra Eichhorn - CC by SA 3.0

Die katholische Kirche gedenkt am 1. November all jener Menschen, die heiliggesprochen oder heilig genannt wurden. Papst Gregor III. beschloss, einen Tag zum Gedenktag für alle Heiligen zu erheben – noch heute ist dies in vielen Ländern der stillste katholische Feiertag überhaupt.

Katholische Heilige, Reformer und Rüben miteinander in Beziehung zu setzen scheint gewagt, aber es sei hier erlaubt, denn in unserer Zeit feiert die christliche und weltliche Gesellschaft alle diese Gedenktage. Ein jeder so, wie er mag – ob mit festem Glauben und Gedenken, ob still oder schrill, ob mit Freude an einem gesetzmäßig arbeitsfreien Tag oder ganz profan, nur aus Spaß an "Süßem oder Saurem".

02.09.2015

Was ist eigentlich TRAUER?

Laut knapper Definition nach DUDEN ist Trauer a) ein (tiefer) seelischer Schmerz über einen Verlust oder ein Unglück ‒und b) die (offizielle) Zeit des Trauerns nach einem Todesfall.

Wikipedia meint immerhin schon: "Der Begriff Trauer bezeichnet die durch ein betrübendes Ereignis verursachte Gemütsstimmung und deren Kundgebung nach außen, etwa durch den Verlust nahestehender oder verehrter Personen oder Tiere, durch die Erinnerung an solche Verluste oder auch zu erwartende Verluste. Das Trauern kann auf Grund der zuvor genannten Ursachen auch ein Überwinden von Leid und Schmerz bedeuten."

Aber Trauer ist vielschichtiger. Immer ganz persönlich und immer anders. Ein Feuerwerk aus spontan nicht lenkbaren Gefühlen, die je nach Verfassung und Persönlichkeit des Trauernden ganz unterschiedliche Formen annehmen können.

Trauer äußert sich vielseitig. Körperlich wahrnehmbare Gefühle und Zustände, wie Magenschmerzen, Übelkeit und Kreislaufschwäche, sind Ausdruck von Trauer. "Nein ‒ das kann nicht sein. Es ist bloß ein Albtraum ...", so schildern Eltern, die ein Kind verloren haben, ihre Wahrnehmung, der Tod wird verneint. Parallel dazu verspüren sie oft körperliche Schmerzen.

Zorn und unbändige Wut über den nicht rückgängig zu machenden Tod einer sehr nahestehenden Person ist Ausdruck von Trauer. Wir suchen instinktiv Dinge oder sogar auch Personen, die wir zur Verantwortung ziehen können. Gedanken wie: "Warum hat es nicht jemand anderen getroffen? Hätte er oder sie es verhindern können?" sind Ausdruck von Trauer und Verzweiflung.

Langsam beginnende Einsicht und das Erkennen des "Nicht ändern Könnens" ist Ausdruck von Trauer. Die Suche nach dem Umgang mit dem Tod eines geliebten Menschen beginnt. Zaghaft, zögerlich und noch nicht gewollt.

Irgendwann holt uns die Realität ein, das Verdrängen funktioniert nicht mehr. Oft stellen sich Mutlosigkeit und ein Unvermögen, das eigene Leben wieder aufzunehmen, ein. Depression ist Ausdruck von Trauer.

Überwinden wir diese Depression, gelangen wir an einen Punkt, an dem die Bereitschaft wieder da ist, ein neues Kapitel im Leben zu beginnen. Neues zu erfahren und Altes in schöner Erinnerung zu bewahren.

Wann dieser Punkt der Akzeptanz einsetzt, wie lange die unterschiedlichen Trauerprozesse dauern und wie intensiv sie sind ‒ all das ist abhängig von der Persönlichkeit eines jeden. Haben wir Menschen an unserer Seite, die uns geduldig unterstützen, haben wir eine gute Chance, den Trauerprozess zu durchleben. Jeder in seinem eigenen Tempo. Denn was Trauer immer braucht, ist Zeit!

Für Menschen, die alleine sind, gibt es heute eine vielfältige und professionelle Trauerbegleitung etwa von ausgebildeten Bestattern und Psychologen. Auch hier sind Zeit und Geduld die ausschlaggebenden Faktoren für die Trauerbewältigung.

08.08.2015

Vollmachten und Verfügungen

Die Zukunft zu planen und zu sichern macht Sinn – nicht nur und erst im hohen Alter, so "kurz vor knapp", sondern vielmehr dann, wenn man mitten im Leben steht. Denn was passiert, wenn der 45 jährige Familienvater bei einem Autounfall schwer verletzt wird, im Koma liegt und keinerlei Wünsche formulieren kann? Was passiert, wenn die 60-jährige Tante einen Schlaganfall erleidet und sich nicht mehr regen und äußern kann? Wissen wir als Angehörige, was sich der Patient gewünscht hätte? Versorgung zu Hause oder im Pflegeheim? Lebenserhaltende Maßnahmen, ja oder nein? Im äußersten Fall Erd- oder Feuerbestattung? Wer kümmert sich um alles, wer trifft Entscheidungen? Wer darf überhaupt Entscheidungen treffen?

Vollmachten und Verfügungen helfen, wenn man selber nicht mehr handeln kann. Sie helfen dabei, die eigenen Wünsche durchzusetzen. Sie helfen aber auch den Angehörigen dabei, zu erkennen, was für die betroffene Person infrage kommt. Denn diese Entscheidungen zu treffen, ist oftmals ein sehr schwieriger Prozess.

Bild: Flickr - Karen - cc by 2.0

Was man wissen muss über Vorsorge für Alter, Krankheit und Unfall:

Die Vorsorgevollmacht Mit dieser Vollmacht kann bestimmt werden, wer überhaupt Entscheidungen treffen darf. Ist dies nicht schriftlich festgelegt, übernimmt der Staat von Amts wegen die rechtliche Vertretung und bestimmt einen Betreuer. Ehepartner, Kinder und weitere nahe Verwandte sind in dieser Hinsicht anderen Personen rechtlich gleichgestellt, sind also nicht automatisch Vertreter oder Betreuer. Die Vollmacht berechtigt die dort festgelegte Person, in fast allen Rechtsbereichen zu handeln.

Die Betreuungsverfügung Mit dieser Verfügung wird eine gewünschte Person zum rechtlichen Betreuer bestimmt. Sie wird dann vom Gericht offiziell eingesetzt, ist aber nicht mit Vollmachten ausgestattet , sondern abhängig und kontrolliert vom Gericht.

Die Patientenverfügung Mit ihr trifft man Entscheidungen der medizinischen Versorgung für den Fall, dass man später nicht mehr in der Lage dazu ist. Vor allem die Frage nach lebensverlängernden Maßnahmen bei unheilbaren Krankheiten wird hier im Voraus beantwortet. Diese Verfügung richtet sich nicht nur an die Angehörigen, sondern eben auch an Ärzte und Pfleger, die rechtlich dazu verpflichtete sind, den Patientenwillen – wenn bekannt – durchzusetzen.

Die Bestattungsvorsorgevollmacht Sie legt fest, welche Bestattungsart im Falle des Todes gewünscht wird. Für den Fall einer Feuerbestattung ist eine schriftliche Willenserklärung nötig. Auch können in der Vollmacht alle Details der Bestattung, wie z. B. die Ausstattung der Abschiedsfeier und natürlich auch der Bestattungsort, bestimmt werden.

Für alle Verfügungen und Vollmachten gilt die schriftliche Form, idealerweise mit notarieller oder rechtsanwaltlicher Bestätigung. Die Vollmachten sollten eindeutig sein und möglichst keinen Entscheidungsspielraum geben.

Konkrete Hilfe zu allen Verfügungen bieten Ärzte, Krankenkassen, Notare und natürlich auch Bestattungsunternehmen an – kostenlos!

Informieren Sie sich, damit nicht andere über Sie entscheiden.

06.05.2015

Beauftragen Sie uns nun auch online und sparen bares Geld.

Ab sofort steht Ihnen eine neue Serviceleistung zur Verfügung. Sie beauftragen uns schnell und ohne großen Aufwand online.
Sie füllen die Formulare aus, unterschreiben diese und senden uns die Originaldokumente zu. Auf diesem Weg sparen Sie bares Geld. Das persönliche, individuelle Beratungsgespräch entfällt und somit auch die Kosten für diese Dienstleistung.

Wir bieten diesen Service jetzt neu für Sie an:
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Philosophie des Hauses

So denken wir, so handeln wir

Ehrliches Bewusstsein für die Dinge zwischen Himmel und Erde, Trends & Regeln der Jetztzeit.
Wir, das Team und die Geschäftsleitung von Stolte Bestattungen, geführt von R. Stolte, handeln nach dem Prinzip:

Wir helfen und beraten im Todesfall oder in der Vorsorge. Wir sind für Sie da, und zwar immer dann, wenn Sie uns brauchen. Wir verstehen unsere Arbeit als eine moderne Dienstleistung, die den Trends und Konventionen unserer Tage entsprechen sollte ‒ und nicht den Gepflogenheiten einer längst überholten Vergangenheit!

Tradition und Fortschritt verbinden

Unser Anliegen ist es, den Ablauf der Trauerfeier entsprechend den Wünschen der Hinterbliebenen bzw. im Sinne des Verstorbenen zu gestalten und sie von allen denkbaren anfallenden Aufgaben so weit wie möglich zu entlasten: Wir beraten und begleiten, sind einfühlsam und zuverlässig für die Trauernden da ‒ und das schon seit vielen Jahren.

Wir stellen uns den Herausforderungen, Perspektiven und den Trends unserer Tage. Dementsprechend offen und zielgruppenorientiert gehen wir auf die Bedürfnisse unserer Klienten ein. Wir nehmen die Trauer in all ihren Facetten selbstverständlich ernst, nähern uns dem Unabwendbaren dabei aber mit Klarheit, Ehrlichkeit und Offenheit. Ein modernes Bewusstsein sowie Bodenständigkeit zeichnen uns aus.

Schoen-E-Berg

Totenmasken und Fingerprints